EDGE bei Vodafone
Bereits Ende 2007 gab es EDGE bei Vodafone. Mitte 2008 waren weite Teile Deutschlands bereits mit der GPRS-Erweiterung versorgt. EDGE dient ebenso wie UMTS zur Datenübertragung über das Mobilfunknetz und kann unter anderem für das Surfen im mobilen Internet eingesetzt werden. EDGE sollte ursprünglich nur in Orten bereitgestellt werden, in denen kein UMTS verfügbar ist. Diese Pläne hat Vodafone jedoch schnell über Bord geworfen. Die Nachfrage nach Datentarifen wird immer größer, wodurch auch andere Serviceprovider und sogar Lebensmitteldiscounter ihre Chance gesehen haben, einen eigenen Datentarif auf den Markt zu bringen. Mit der steigenden Anzahl an Tarifen wurden dementsprechend die Preise für das mobile Internet gesenkt und die Nachfrage schießt ebenso in die Höhe. Das heißt, die Ressourcen von UMTS sind bald erschöpft. Die aktuellen Datentarife und Flatrates sind günstig wie nie zuvor. Vodafone hat nicht zuletzt aus diesem Grund reagiert und nun sein EDGE-Netz, auch in Orten, in denen bereits der schnellere Mobilfunkstandard UMTS erhältlich ist, ausgebaut. Es ist also praktisch überall möglich, von unterwegs aus mit einer guten Datenübertragungsrate im Web zu surfen, auch wenn sich viele Teilnehmer an einer UMTS-Funkzelle anmelden. Wenn das UMTS-Netz ausgelastet ist, kann der Nutzer mit einer geringeren Geschwindigkeit per UMTS surfen oder sich dafür entscheiden manuell auf EDGE umzuschalten, um mit der eigentlich langsameren Mobilfunkerweiterung schneller zu surfen. Sollte der Mobilfunkstandard der vierten Generation überhaupt nicht verfügbar sein, greifen UMTS-fähige Geräte automatisch auf die GPRS-Erweiterung zurück. Wie hoch ist der Tempounterschied zwischen EDGE und UMTS. In der Theorie bietet UMTS fast die doppelte Geschwindigkeit von EDGE. EDGE ist 220 Kbit/s schnell und somit fast vierfach so schnell wie IDSN. UMTS bietet eine Datenrate von maximal 384 Kbit/s. Wenn sich aber eine hohe Teilnehmerzahl an einer UMTS-Funkzelle anmeldet, sinkt die Geschwindigkeit. Das geschieht vor allem dann, wenn viele Nutzer gleichzeitig größere Datenpakete aus dem Internet down- oder uploaden. In diesem Fall kann es sich lohnen, auf einen vermeintlich langsameren Mobilfunkstandard auszuweichen. Das EDGE bei Vodafone ist sehr gut ausgebaut, sodass dieses nahezu überall verfügbar ist, außer in einigen Orten, in denen UMTS erhältlich ist. Dadurch stellt die GPRS-Erweiterung eine gute Alternative zu UMTS und zu DSL dar .